... Gute Zusammenarbeit basiert auf Vertrauen und Verlässlichkeit ... "Jeder, der sich auch nur im geringsten zum Architekten berufen fühlt, wird nie damit zufrieden sein, ein Gebäude bloß - oder hauptsächlich - seines Aussehens halber zu entwerfen, ebenso wenig wie ein Mann ein Pferd nur seiner Farbe wegen kauft. Was für einen Intellekt muss der Kritiker haben, der ein Gebäude nach seinem „Aussehen“ beurteilt, ohne eine Ahnung vom Wesen seiner Konstruktion zu haben?" (Frank Lloyd Wright ; * 1867; † 1959; US-amerikanischer Architekt)

BAUPLANUNGSBUERO BERNDT
BAUPLANUNGSBUERO BERNDT

BAULEXIKON

A

 

Abflussrohr – Rohre, die das Abwasser, meistens aus dem Bad bzw. der Küche, aus dem Gebäude in den Abwasserschacht leiten.

 

Absorption – eine in der Architektur häufig genutzte Bauweise, bei der das Sonnenlicht absorbiert wird, was eine bessere Energieversorgung und Wärmedämmung zur Folge hat.

 

Abstandsflächenplan – Beinhaltet die nach der Gebäudewandhöhe ermittelten Abstandsflächen und die dazugehörigen Umrisse. Es ist üblich, dieses Dokument vierfach vorzulegen.

 

Abstellraum – ein Raum, der meistens vom Wohnzimmer, Küche oder Flur zugänglich ist und dazu verwendet wird, alltägliche sperrige Dinge (zum Beispiel Staubsauger oder ähnliches) aufzubewahren.

 

Arbeitszimmer – dieses üblicherweise kleine Zimmer hat meist einen Durchgang zur Diele oder zum Wohnbereich.

 

Architekt – gestaltet und plant Bauwerke aller Art. Es ist kein definiertes Berufsbild, deswegen spezialisieren sich Architekten auf unterschiedliche Dienstleistungen, die von der Gestaltung bis hin zur technischen Eignung eines Gebäudes ausdehnen.

 

Architektenhaus – ist ein individuell entworfenes Bauwerk, das nicht in Massen produziert wird und somit ein Einzelstück. Häuser dieser Art sind meist teurer als Häuser, die aus der Massenproduktion stammen, bieten aber einen gewissen Lebensstandard auf. Ein weiterer Vorteil solcher Häuser ist, dass auf die Wünsche des Bauherren konkret eingegangen werden kann. Zudem informiert sich ein guter Architekt im Voraus über die Lage des zu planenden Gebäudes, was die Gefahr ausschiließt, dass man ein Haus baut, welches nicht der Norm des jeweiligen Gebietes entspricht.

 

Aufteilungsplan – eine von der örtlichen Baubehörde gesichtete und bestätigte Bauzeichnung.

 

Ausbauhaus – durch die Wahl dieses Modells können die Kosten drastisch reduziert werden, indem man bestimmte Leistungen in Eigenregie selbst ausführt. Hierbei werden die einzelnen Leistungen des Bauunternehmers vertraglich festgehalten. Diese Leistungen können individuell abgesprochen und angepasst werden. Für dieses Modell gibt es unterschiedliche Ausbaustufen.

 

Ausbaustufen – neben der Basisausbaustufe bieten die Bauunternehmen unterschiedliche andere Ausbaustufen an, die jedoch sehr variieren. Das Haus kann als Rohbau geliefert werden, wobei sämtliche oder nur einige Leitungen selber verlegt werden müssen. Ebenfalls ist es möglich, das Haus inklusiver aller Hydraulik- und Elektrizitätsarbeiten zu bekommen, sodass man selbst nur noch die Schönheitsreparaturen wie Putz anbringen, Innendämmung, Bodenlegearbeiten und ähnliches, erledigen muss. Die letzte Ausbaustufe ist das schlüsselfertige Ausbauhaus, welches sofort bezogen werden kann.

 

Außenmauerwerk – eine Bezeichnung für das äußere Mauerwerk. Dieses sollte robust gebaut und gut isoliert sein, um eine gute Wärmedämmung zu gewährleisten.

 

B

 

Bad – grenzt aufgrund möglicher Lärmbelästigung vorzüglich nicht an Schlafräumen an. Sehr oft ist das WC im Badezimmer integriert, was aber eher unpraktisch ist. Nach Möglichkeit sollten diese beiden Räume getrennt sein.

 

Bauaufsichtsbehörde – ist eine deutsche Verwaltungsbehörde, welche zum Gebiet des öffentlichen Baurechts zählt. Diese Behörde achtet darauf, dass die vorgeschriebenen Standards bei der Neuerrichtung, einem Umbau oder der Sanierung eines Gebäudes eingehalten werden.

 

Baufenster – Einzelheiten dazu finden sich in der Baunutzungsverordnung. Auf diesem Teil eines Grundstücks darf laut der jeweiligen bauordnungsrechtlichen Vorschriften ein Gebäude oder Bauwerk errichtet werden.

 

Baugrenze – ist eine Grenze, die laut dem Bebauungsplan als blaue Linie dargestellt wird und nicht überbaut werden darf.

 

Baugrund – ein Grundstücksabschnitt, welcher unter dem Fundament liegt und dessen Beschaffenheit sich sehr auf die mögliche Bebauung auswirkt. Je stabiler dieser Untergrund ist, desto mehr last kann er tragen (zum Beispiel mehrgeschossige Häuser).

 

Bauherr – der zukünftige Eigentümer des Gebäudes.

 

Bauleiter – der technische Leiter des Bauvorhabens (zum Beispiel ein Architekt).

 

Baulinie – wird im Bebauungsplan rot gekennzeichnet und darf bei den Baumaßnahmen nur in einem geringen Ausmaß über- beziehungsweise unterschritten werden.

 

Baumassenzahl – die Anzahl der Kubikmeter, die auf einem Quadratmeter Grundstücksfläche verbaut werden dürfen. Die Abkürzung für Baumassenzahlt lautet BMZ.

 

Bauunternehmer – diejenige Gesellschaft, die für den Bauherren die Immobilie fertigstellt. Der Bauunternehmer hat sich an die rechtlichen und vertraglich vereinbarten Bedingungen und Fristen zu halten.

 

Bauweise – diese wird als offene oder geschlossene Bauweise im Bebauungsplan festgelegt. In der offenen Bauweise wird beim Bau des Hauses ein bestimmter Abstand eingehalten, der sich Bauwich nennt. Auf diese Art und Weise werden freistehende Häuser, Doppelhäuser und Hausgruppen errichtet.  Bei der geschlossenen Bauweise wird kein Abstand beachtet, es sei denn, der Bebauungsplan erfordert dies.

 

Bauwich – ein festgelegter seitlicher Grenzabstand zu anderen Gebäuden.

 

Bauzeichnung – ein Plan über die Größe, Lage und Aufteilung der Immobilie.

 

Bebauungsplan – ein im Voraus festgesetzter Bauplan, der konkrete rechtsverbindliche Festsetzungen über die Flächennutzung und andere Maßnahmen beinhaltet.

 

Beton – einer der Grundbauelemente für ein Gebäude.

 

Bodenplatte – das eigentliche Fundament des Hauses, welches gegebenenfalls durch einen Keller ersetzt werden kann.

 

C

 

Carport – überdachte und geschlossene oder offene Stellplätze für Kraftfahrtzeuge.

 

D

 

Dach – der obere Abschluss eines Gebäudes, welcher die Funktion erfüllt, das Innere der Immobilie vor Witterung zu schützen.

 

Dachablaufwasser – Meist Regenwasser bzw. geschmolzener Schnee / Eis, welches die Regenrinne hinabläuft. Oftmals wird das Wasser mit Hilfe von Behältern aufgefangen und im Haushalt benutzt.

 

Dachdeckung – es gibt unterschiedliche Materialien, die beim Dachausbau benutzt werden, um das Innere vor äußeren Einflussen zu schützen. Das Hartdach ist mit feuerfesten Ziegeln oder Betondachsteinen belegt und bietet den höchsten Schutz. Das Halbhartdach ist mit Teerpappe bedeckt und das weiche Dach wird mit Stroh verbaut. Das weiche Dach ist die unsicherste Bauform, weil erhöhte Brandgefahr besteht.

 

Dachfirst – ist die Oberste waagerechte Dachkante, die meist aus zwei aufeinander zulaufenden Flächen besteht.

 

Dachform – die äußere Gestalt des Daches. Es wird zwischen folgenden Dachformen unterschieden: Satteldach, Walmdach, Krüppelwalmdach, Kuppeldach, Pultdach, Mansarddach, Zeltdach, Turmdach, Sägedach, Kuppeldach, Sheddach, Tonnendach, Flachdach, Kreuzdach und Zwiebeldach.

 

Dachgaube – ein Aufbau auf das Dachfenster, welcher eine größere Raumnutzung ermöglicht. Diesen Aufbau gibt es in verschiedenen Ausführungen und zwar als Giebelgaube, Walmgaube, Krüppelwalmgaube, Schleppgaube, Fledermausgaube und Dreiecksgaube. Um diesen Aufbau umsetzen zu können, muss das Dach eine Neigung von mindestens 40 – 45 ° haben.

 

Dachgeschoss – wird zuletzt zu möglichen Wohnräumen ausgebaut oder anderweitig benutzt. Das Dachgeschoss ist dasjenige Geschoss, welches sich über dem obersten Vollgeschoss befindet. Es muss auf mindestens zwei Dritteln seiner Fläche die Höhe haben, die die übrigen Vollgeschosse haben.

 

Dachlatten – sind der tragende Teil der Dachkonstruktion. Sie müssen stabil und im gleichen Abstand von einander angebracht werden um den Dachziegeln bzw. Dachpfannen einen stabilen Untergrund und Halt bieten zu können.

 

Dachneigung – der äußere Winkel des Daches.

 

Dachterrasse – entweder eine sich auf dem Flachdach befindliche Terrasse oder eine Terrasse, die sich oberhalb eines geneigten Daches in einem freigelegten Dacheinschnitt befindet.

 

Dachüberstand – diejenige Fläche eines Daches, die über das äußere Mauerwerk herausragt. Der Dachüberstand ist wichtig hat die Funktion, die äußere Wand vor Feuchtigkeit zu schützen.

 

Dachziegel  - meist aus Keramik gefertigte Ziegel, die schuppenartig auf die äußerste Schicht eines Daches bilden.

 

Dämmstoff – wird zur Schalldämpfung benutzt und um den Wärmeverlust zu verringern. Die bekanntesten Dämmstoffe sind Styropor und Mineralwolle.

 

DIBt – Deutsches Institut für Bautechnik. Diese Einrichtung hat die Aufgabe sich länderübergreifend mit den technische und baulichen Zulassungen auseinanderzusetzen.

 

Dielen – feste Vollholzbretter, die statt Parkett oder Laminat verlegt werden können, um einen festverbundenen Fußboden herzustellen. Heute werden Dielen fast nicht mehr verbaut, da der Boden aus Beton gegossen wird und somit weniger Raumhöhe beansprucht als die 2 – 5 cm dicken Dielen.

 

DIN – Deutsches Institut für Normung, welches 1917 gegründet wurde und seinen Sitz in Berlin hat. Diese Organisation legt gewisse Rahmen und Normen fest, wie etwas in den unterschiedlichsten Bereichen umzusetzen ist.

 

Doppelhaus – ein Haus, welches mindestens eine gemeinsame Wand hat und als vollwertiges Haus Platz für zwei Parteien bietet.

Drehläden – eine andere Bezeichnung für Klappläden.

 

Drempel – ist eine senkrecht verlaufende Wand, die sich zwischen der Decke und dem obersten Vollgeschoss befindet. Je höher diese Wand ist, desto geräumiger wird das Dachgeschoss. Eine andere Bezeichnung für den Drempel ist Kniestock.

 

E

 

Eigenheim – ein Haus, welches nur von einer Familie bzw. einer kleineren Anzahl von Menschen bewohnt wird. Das Eigenheim wird ausschließlich zu Wohnzwecken verwendet.

 

Eigenleistungen – in Abhängigkeit von der gewünschten Ausbaustufe eines Hauses können Eigenleistungen anfallen. Diese reichen beispielsweise von Schönheitsreparaturen bis hin zum Verlegen von Leitungen.

 

Einfamilienhaus – ein meist freistehendes Haus, welches für eine Partei ausgerichtet ist.

 

Eingang – von diesem aus sollten der Wohnbereich, die Küche, der Keller und gegebenenfalls auch die oberen Geschosse ohne Umschweif erreichbar sein. Er sollte an der abgewandten Wetterseite des Gebäudes sein und idealerweise über einen Windfang führen, um das Einströmer von kalter Luft ins Hausinnere zu verhindern.

 

Einzelfundament – einzelne Fundamentplatten, die die Last des Bauwerks stützen. Die Einzelfundamente sind zwar kostengünstiger, können aber weniger Gewicht tragen und sind delhalb nicht bei jeder Bauweise umsetzbar.

 

Energiebedarf – der Verbrauch eines Haushalts an Heizwärme, Warmwasser und Haushaltsstrom.

 

Erbbaurecht – das übertragbare bzw. vererbbare Recht, ein fremdes Grundstück bebauen zu dürfen.

 

Erdarbeiten – dazu gehört die Erschließung des Grundstücks und sonstige fundamentale Arbeiten, die die Vorstufe zum Rohbau bilden.

 

Erker – ein über die Außenwand herausragender geschlossener Anbau mit Fenstern. Der Erker wird im Gegensatz zum Balkon voll zur Wohnfläche angerechnet, weil dieser den Wohnraum erweitert.

 

Erschließung eines Grundstücks – bevor ein Grundstück bebaut werden kann, muss es erschlossen werden. Dazu gehört beispielsweise das Verlegen der Telefon- und Elektroleitungen.

 

Erweiterungsbau – der Anbau vorher nicht vorhandener Zimmer oder sonstiger Konstruktionen an ein Gebäude. Diese Anbauten müssen genehmigt werden und können möglicherweise mit Hilfe der Eigenheimzulage finanziell gefördert werden.

 

Erwerbskosten – hierzu zählen alle Kosten rund um den Hauskauf. Das heißt: der Erwerb des Grundstücks bzw. Hauses, die Maklergebühren, der Notar, der Eintrag beim Grundbuchamt, Vermessungskosten, Gerichtskosten und so weiter.

 

Esszimmer – sollte aus praktischen Gründen idealerweise eine Verbindung zur Küche haben.

 

Etagenheizung – separates Heizungssystem für jedes Geschoss. Das heißt, dass jede Etage eine eigene Anlage hat.

 

Etagenwohnung – eine Wohnung, die sich auf eine Etage erstreckt. In der heutigen Zeit sind diese Wohnungen neben Maisonettewohnungen gerade in Wohnanlagen die häufigste Bauform.

 

F

 

Fachwerk – ist eine besondere Bauweise, bei der die äußeren Wände nicht nur über waagerechte und senkrechte Balken, sondern auch über sichtbare Querbalken verfügen. Diese Bauweise ist sehr stabil, wird aber auch häufig aus dekorativen Gründen (sichtbare Holzkonstruktion) gewählt.

 

Fassade – eine aus dem Italienisch kommende Bezeichnung für die Außenseite eines Hauses samt Türen und Fenstern. Früher wurden die Straßenfassaden aufeinander abgestimmt und reprasentativ gestaltet.

 

Fassadenbegrünung – eine panmäßige Anbringung von Pflanzen an die Hauswände. Meist dient diese Maßnahme dekorativen Zwecken.

 

Fäulnis – Zersetzung organischer Substanzen wie zum Beispiel Holz durch eindringende Feuchtigkeit und Pilzen bzw. Bakterien. Holzfäulnis entsteht oft durch falsche oder mangelnde Lüftung. Wenn die Substanz einmal befallen ist, ist es unwahrscheinlich, dass man diese noch retten kann. Normalerweise muss das Element dann entweder abgeschliffen und neu lackiert oder ganz erneuert werden.

 

Fenster – ein aus dem Lateinischen stammendes Wort, welches eine meist verglaste Öffnung an einer senkrechten oder schrägen Wand darstellt. Fenster sind essentiell für ein Gebäude, da sie Licht spenden und für die Durchlüftung eines Gebäudes sorgen.

 

Fensterbank – ist der senkrechte abstehende Abschluss eines Fensters. Es gibt die äußere Fensterbank, die dazu dient, dass das Regenwasser vom Fenster nicht direkt auf die Fassade rennt und diese befeuchtet und die innere Fensterbank. Diese wird meistens zu dekorativen Zwecken verwendet, zum Beispiel um Blumen oder sonstiges auf ihr abzustellen.

 

Fensterrahmen – ist eine separate Konstruktion, die mit der Fassade eines Hauses verbunden ist und in die das Fenster eingebaut wird. Die richtige Wahl des Rahmens ist wichtig für die Wärmeisolierung.

 

Fertigbauhaus – eine besondere Bauart eines Hauses. In diesem Fall wird ein vorgefertigtes Haus, in richtiger Position auf die Bodenplatte oder den Keller gesetzt. Diese Bauart spart zwar enorm viel Zeit, birgt aber oftmals, trotz verlockender Angebote, höhere Kosten als ein traditionelles Haus.

 

Fertiggarage – ist eine industriell vorgefertigte Garage, die eine relativ lange Garantiezeit hat und ca. die Hälfte der Kosten spart. Ein weiterer Vorteil dieser Konstruktion ist der schnelle Aufbau.

 

Fertigstellungstermin – ist ein vertraglich festgelegter Liefertermin für die Fertigstellung des Gebäudes. Falls der Bauunternehmer den Termin verstreichen lässt, kann der Bauherr Schadensersatzansprüche geltend machen.

 

Fertigtreppe – eine Treppe, die in einer Fabrik vorgefertigt wird und im Haus nur noch eingebaut werden muss, was sehr zeitsparend ist.

 

Feuchtemesser – siehe Hygrometer.

 

Feuermeldeanlage – ist eine technische Anlage, die im Falle eines Brandes ein Signal auslöst. In bestimmten Räumen sind Feuermelder in Deutschland Pflicht und zwar im Wohnzimmer, in Schlafzimmern, in Kinderzimmern, im Esszimmer, im Büro, im Gästezimmer und im Flur. Keine Pflicht von Feuermeldern besteht nur in Küchen und Badezimmern.

 

First – siehe Dachfirst.

 

Flachdach – ist eine Bezeichnung für ein Dach mit einer Neigung unter 7 °. Ein Flachdach wird als modern angesehen und kann auch zu einer Dachterrasse umgebaut werden.

 

Flächenlasten – ist diejenige Last, die sich auf einer bestimmten Fläche verteilt. Die Flächenlast wird in kN/m² angegeben.

 

Flächennutzungsplan – ein Plan der Gemeinde, welcher die beabsichtigte städtebauliche Entwicklung enthält.

 

Fluchtlinie – veraltete Bezeichnung für Baulinie.

 

Flur – vom Flur aus sollten die wichtigsten Räume des Hauses erreichbar sein. Diese sind: das Wohnzimmer, das Schlafzimmer, das Kinderzimmer, die Küche und gegebenenfalls das Büro, der Keller und die oberen Stockwerke.

 

Freistehendes Haus – ein Gebäude, welches nicht direkt an andere Gebäude angrenzt und einen bestimmten rechtlich festgelegten Abstand zu den Nachbarshäusern aufweist.

 

Fuge – ein beabsichtigter Abstand zwischen Bauelementen, wie zum Beispiel Fließen.

 

Fundament – es überträgt die Last des Gebäudes in den Baugrund.

 

Fußbodenheizung – eine Heizung, die unter dem Fußboden verlegt wird und aus mehreren Rohren besteht. Fußbodenheizung ist besonders in gefließten Räumen (zum Beispiel im Badezimmer) sehr angenehm.

 

G

 

Gäste-WC – dieser Raum sollte vom Flur oder Gästezimmer aus erreichbar sein und möglichst am Eingang des Hauses liegen. Eine Lage in Küchen- oder Wohnzimmernähe ist nicht empfehlenswert.

 

Gästezimmer – hat einen Anschluss an den Flur und kann über ein eigenes kleines Bad verfügen.

 

Garage – ein im Gegensatz zum Carport geschlossener und abschließbarer Stellplatz für Kraftfahrzeuge.

 

Gebäudewärmebedarf – ist die maximale Temperatur, die ein Wohngebäude bei minimalen Temperaturen verbrauchen würde.

 

Gebrauchtimmobilie – eine Immobilie, welche bereits gebaut und bewohnt worden ist.

 

Gemeinde – der Ort, an dem ein Gebäude errichtet wird. Vor dem Bau eines Gebäudes ist mit der Gemeinde Rücksprache zu halten, weil die meisten Gebiete gewisse bauliche Kriterien vorschreiben, um ein klar definiertes Landschaftsbild zu erreichen.

 

Genehmigungsplanung – eine Phase, in der der Architekt einer Immobilie alle erforderlichen baulichen Genehmigungen von der Gemeinde einholt.

 

Geothermie – eine Wärme, die im Erdinneren entsteht und in dafür vorgesehenen Tanks gespeichert werden kann.

 

Gesamthonorar – ist dasjenige Honorar, welches der Bauherr dem Bauunternehmer nach der Fertigstellung des Gebäudes beziehungsweise nach Absprache auch davor schuldet.

 

Geschossflächenzahl – diese gibt an, wie viele Quadratmeter Geschossfläche auf einem Quadratmeter Gründstücksfläche baurechtlich zugelassen sind.

 

Glasfaserkabel – sind moderne Kabelleitungen, die hohe Datenmengen für Internet, Telefon und Fernsehen durchleiten, was einen besseren Empfang und eine schnellere Geschwindigkeit zur Folge hat.

 

Granit – ein sehr hartes Tiefengestein, welches oft beim Bau von Immobilien verwendet wird. Dieses Mineral kann zum Beispiel für Bodenbeläge oder Platten verwendet werden.

 

Gründach – dies ist ein Flachdach, welches zu einem großen Teil bepflanzt worden ist. Dieser Art von Dach bietet eine gute Wärmeisolierung und einen Schallschutz.

 

Grundbuchamt – ein deutsches Amt, welches für das Grundbuch der jeweiligen Stadt beziehungsweise Gemeinde zuständig ist. Beim Grundbuchamt wird jeder Kauf und Verkauf eines Grundstücks oder einer bereits bestehenden Immobilie vermerkt, ebenso wie die Darlehen und Hypotheken, die möglicherweise über die jeweilige Immobilie laufen.

 

Grundbuchauszug – ein Auszug eines Eintrages im Grundbuch.

 

Grundbucheintrag – dieser beinhaltet allgemeine Informationen über das Grundstück beziehungsweise die bereits bestehende Immobilie. Er enthält zum Beispiel Informationen zum aktuellen und den vorherigen Eigentümern beziehungsweise Besitzern, zur Verwendung der Immobilie / Grundstücks und auch zu möglichen Schulden, die darauf lasten.

 

Grundflächenzahl – diese ist im Bebauungsplan definiert und hängt maßgeblich von der Größe des Grundstücks ab. Sie definiert, wie viele Quadratmeter der Grundfläche bebaut werden dürfen. Die Grundflächenzahl wird mit GRZ abgekürzt.

 

Grundriss – der Grundriss eines Gebäudes ist dessen klar definierte Zimmeraufteilung. Dieser wird normalerweise von beziehungsweise mit Hilfe eines Architekten entworfen.

 

Grundstück – ist die Fläche, auf der ein Gebäude gebaut wird.

 

Grundstückskauf – Beim Grundstückskauf sollte darauf geachtet werden, dass dieser notariell Beurkundet werden und beim Grundbuchamt angegeben werden muss. Für den Notar fallen hierbei ca. 1,7 % des Gesamtpreises an und für den Eintrag ins Grundbuch ca. 10 %.

 

Grundstückslage – von der Lage eines Grundstücks hängt nicht nur dessen Preis, sondern auch dessen Grundflächenzahl ab. Drahtlose Verbindungen hängen ebenfalls von der Lage eines Grundstücks ab.

 

Gründung – siehe Fundament.

 

GRZ – Abkürzung für Grundflächenzahl. 

 

H

 

Hausarbeitsraum – dieser befindet sich aus technischen Gründen üblicherweise in der Nähe der Küche, des Bads oder des Kellers.

 

Hausratsversicherung – eine Sachversicherung welche zahlreiche Kosten übernimmt wie zum Beispiel Brand, Einbruch, Blitzschlag, Umwelteinflüsse und so weiter.

 

Hinterhofbegrünung – eine Grünflächenanlage im Hinterhof eines Hauses. Besonders in Großstädten bildet eine Hinterhofbegrünung einen wertvollen Beitrag zur Lebensqualität.

 

HOAI – Honoraranordnung für Architekten und Ingenieure.

 

Holzpellets – ein moderner Brennstoff.

 

Hygrometer – ein Feuchtemesser, welcher die prozentuale Luftfeuchtigkeit angibt.

 

Hypothek – ein Sicherungsmittel für Kredite und Darlehen. Wenn der Eigentümer einer Immobilie einen Kredit aufnehmen will, kann er seine Immobilie als Sicherheit hinterlegen. Dabei hängt die Darlehenssumme unter anderem mit dem Wert der Immobilie zusammen.

 

I

 

Immobilienmarkt – ein Markt, der in verschiedene Teile unterteilt wird – abhängig von der Nutzung und Beschaffung der Immobilie. Er wird unterteilt in Wohnimmobilien, Gewerbeimmobilien, Industrieimmobilien, landwirtschaftliche Immobilien und Spezialimmobilien.

 

Innendämmung – eine Dämmung, die meist nachträglich vorgenommen wird, um das äußere Bild einer Immobilie nicht zu zerstören.

 

J

 

Jahres-Heizwärmebedarf – ist der auf ein Jahr gerechnete Wärmebedarf einer Immobilie. Dieser ergibt sich aus dem Resultat der Wärmeverluste und der internen Gewinne, wobei interne Gewinne auf den Betrieb elektrischer Geräte zurückzuführen sind. Der Wärmeverlust kann durch eine Modernisierung beziehungsweise eine Verbesserung der Dämmung eines Gebäudes erreicht werden.

 

Jalousie – eine Vorrichtung aus waagerechten Lamellen, die zur Verdunkelung, zum Sichtschutz und zur Hitzeregulierung eines Raumes dient.

 

K

 

Kachel – eine doppelseitige, unebene Fliese, welche mit einer Glasur überzogen ist und wärmespeichernd oder -abweisend sein kann.

 

Kaltdach – ist im Gegensatz zu einem Warmdach eine belüftete Alternative. Es hat den Vorteil, dass es eine „automatische“ Belüftung gewährleistet und somit Feuchtigkeit absorbiert, was dazu führt, dass zum Beispiel Schimmel vorgebeugt wird.

 

Keller – ein Raum oder Geschoss, welches sich unterhalb der Erdoberfläche befindet. Der Keller diente früher zur Lagerung von Vorräten und wird heutzutage oft als Hobbyraum oder ähnliches genutzt. Der Keller sollte vom barrierefrei vom Flur aus erreichbar sein.

 

Kellerdämmung – wird in unbeheizten Kellern angewandt, um die Wärmeisolierung des Hauses zu verbessern.

 

Kellerschwamm – ein Pilzbefall, der vorrangig in feuchten Kellerräumen stattfindet.

 

Kinderzimmer – liegen meistens in der Nähe des Elternschlafzimmers, um eine einwandfreie Sicht zu ermöglichen. Kinderzimmer sollten gut isoliert sein und einen gewissen Platz bieten, da sie normalerweise nicht nur zum Schlafen, sondern auch zum Spielen benutzt werden.

 

Kippfenster – eine Konstruktion, die sich oben nach innen aufklappen lässt. Diese Art von Fenstern ist modern und wird meistens in neuen Immobilien verbaut.

 

Kokosfasern – werden von der Kokospalme gewonnen. Sie können zu Matten (Kokosfaserplatten) verfilzt werden und als Trittschalldämpfung verwendet werden.

 

Kokosfaserplatten – siehe Kokosfasern.

 

Konstruktionsgrundfläche – wird als KGF abgekürzt und ist die Summe aller Grundrissflächen eines Bauwerks.

 

Kniestock – siehe Drempel.

 

Küche –  diese liegt meistens in der Nähe des Einganges. Sie sollte eine gute Verbindung zum Ess- und Wohnzimmer habe und möglichst einen Blick in den gegebenenfalls vorhandenen Garten oder die gegebenenfalls vorhandene Terrasse ermöglichen.

 

L

 

Laminat – ein mehrschichtig hergestelltes Produkt, welches als Boden verlegt wird.

 

Leichtbeton  - unterscheidet sich vom herkömmlichen Beton durch seine Lufteinschlüsse, was ein geringeres Gewicht und eine bessere Isolierfähigkeit zur Folge hat.

 

Lüftung – ein Gebäude sollte regelmäßig gelüftet werden, hauptsächlich um Schimmel vorzubeugen. Dafür sollten sämtliche Fenster für 5 – 10 Minuten geöffnet werden. Diesen Vorgang nennt man Stoßlüftung.

 

Luftfeuchtigkeit – wird mit einem Hygromesser gemessen und beschreibt die Dichte von Wasserdampf in der Luft.

 

M

 

Maisonettewohnung – eine Wohnung, die auf mehrere Stockwerke verteilt ist. Diese Wohnung verfügt über eine eigene Treppe, welche die einzelnen Geschosse mit einander verbindet.

 

Markise – ein ausfaltbares oder ausrollbares Konstrukt, der über Fenstern bzw. Balkonen angebracht wird und dort Schatten spendet.

 

Marmor – ein Gestein, welches sich aus verdichteten Kalkablagerungen bildet und somit die typische marmorierte Fassade bekommt. Er wird oft bei dem Bau von Küchen benutzt und als Boden verlegt. Wobei er sich für beide Verwendungen nicht sonderlich eignet, weil es ein weiches Gestein ist, welches porös auf bestimmte Scheuermittel reagieren kann.

 

Marmorglas – ein farbiges Glas, welches aufgrund der marmorierten Färbung sehr edel aussieht.

 

Mauerkrone – waagerechter Abschluss einer Mauer.

 

Massivhaus – hat ein solides Mauerwerk, welches aus Stein, Beton und Stahlbeton besteht und eine gute Wärmedämmung. Der Bau eines solchen Hauses dauert zwar länger, hat aber entscheidende Vorteile was die Langlebigkeit angeht.

 

Mehrfamilienhaus – ein Haus, welches für mehrere Parteien (im Normalfall mindestens drei) ausgerichtet ist. Meistens sind das einzelne Wohnungen, die einen Flur und Eingang teilen. Teilweise erfolgt die Kellernutzung auch gemeinsam.

 

Modernisierung – die Erneuerung eines Gebäudes durch das Ersetzen alter Elemente durch neue.

 

Musterhaus – ein Haus, welches vorzugsweise auf Ausstellungen präsentiert wird. Diese sind sehr praktisch, da man sich das Objekt direkt anschauen kann und es sich so besser beurteilen lässt, ob man mit diesem Haus in Zukunft zufrieden werden wird oder ob man sich doch nach einem anderen Modell umschauen sollte.

 

Musterwohnung – eine Wohnung, die vorzugsweise auf Aufstellungen präsentiert wird.

 

N

 

Nachhaltigkeit – in der heutigen Zeit spielt Nachhaltigkeit eine große Rolle. Man versucht umweltbewusst zu bauen – siehe Niedrigenergiehaus.

 

Nebenkosten – beim Hausbau zusätzlich anfallende Kosten. Beim Bau eines Hauses sollte man beachten, dass man nicht nur für das Grundstück und für den eigentlichen Bau aufkommen muss, sondern dass auf einen viele weitere Kosten zukommen. Zu Beispiel muss jeder Grundstückskauf notariell beurkundet und ins Grundbuch eingetragen werden. Dies macht meistens ca. 6,7 % des Kaufpreises aus. Gegebenenfalls kommen noch Maklergebühren hinzu, die ebenfalls 1,3 % des Kaufpreises betragen. Jegliche Extras sind bei einem Hausbau extra zu zahlen. Die meisten Häuser werden mit einer Bodenplatte veranschlagt – möchte man jedoch gerne einen Keller haben, muss man üblicherweise mehrere 10.000,00 € zusätzlich einkalkulieren. Ebenso muss das Grundstück erschlossen sein, um darauf etwas bauen zu können. Diese Kosten variieren sehr stark und sollten gegebenenfalls von einem Gutachter veranschlagt werden, was wiederum mehrere 1.000,00 € kostet.

 

Nichtwohngebäude – der Name erklärt diese Gebäudeart sehr treffend. Einige Beispiele, was Nichtwohngebäude sind: Büroräume, Gewerberäume, Lagerhallen, Tankstellen, Einzelhandelsbetriebe, Schankbetriebe, Kirchen, Museen, Fitnessstudios und so weiter.

 

Niedrigenergiehaus – ein sehr gut isoliertes Haus mit einem geringen Wärmeverlust. Anfangs scheint der Bau eines Niedrigenergiehauses zwar teurer zu sein, als eines mit einer üblichen Dämmung, doch es zahlt sich aus. Die meisten Länder und Kommunen bezuschussen die Kosten für den Ausbau und auf Dauer spart man eine Menge Geld, weil man viel geringere Heizkosten hat.

 

Notar – ist ein Organ des deutschen Rechtssystems. Der Erwerb eines Grundstücks oder der Bau beziehungsweise Umbau einer Immobilie müssen notariell beurkundet werden, um ihre Wirksamkeit zu erlangen. Der Notar berechnet hierfür normalerweise eine Gebühr, die sich am Kaufpreis orientiert und zwar 1,7 % davon.

 

Nullenergiehaus –  ist eine technische Weiterentwicklung eines Passivhauses. Es weist im Jahresmittel eine ausgeglichene Bilanz zwischen zugeführter Energie für Heizung, Warmwasser , Hilfs- und Haushaltsstrom und der am Gebäude z.B. über Solarkollektoren selber erzeugten Energie auf. 

 

O

 

OKFF – ist die Oberkante des fertigen Fußbodens.

 

Ökologische Dämmstoffe – zu den beliebtesten ökologischen Dämmstoffen gehören unter anderem Holzfaserplatten, Schurwolle, Baumwolle, Schilfrohr und Kokosfasern.

 

OKRF – ist die Oberkante des Rohfußbodens.

 

Oxidschicht – Schicht an der Oberfläche eines Elements, welches mit der Luft reagierte und oxidiert ist.

 

P

 

Pa – Pascal ist die Einheit in der Spannung bzw. Druck gemessen wird.

 

Parkett – ein hölzerner Fußbodenbelag, der meistens aus Eiche oder Buche besteht. Dieser etwas teurere Fußboden sollte regelmäßig geschliffen und gewachst werden.

 

Passivhaus – ist kein Markenname, sondern ein Baukonzept, das allen offen steht - und das sich in der Praxis bewährt hat. Das Passivhaus ist mehr als „nur“ ein Energiesparhaus: Ein Passivhaus verbraucht 90 % weniger Heizwärme als ein herkömmliches Gebäude im Baubestand

 

Patio – ein Innenhof mitten in einer Hausanlage, der aus dem Mittelmeerraum stammt. Dort versammeln sich oft die Familienmitglieder, um gemeinsam Zeit zu verbringen.

 

Photovoltaikanlage – eine Anlage, die vorzugsweise auf dem Dach einer Immobilie installiert wird, weil dort die meiste Sonneneinstrahlung stattfindet. Die PV-Anlage dient dazu, Solarstrom zu erzeugen. Die Installation einer solchen Anlage ist zwar mit relativ hohen Kosten verbunden, wird aber vom Staat beziehungsweise Land bezuschusst und erspart einem auf Dauer einen Teil der Nebenkosten.

 

Plattenfundament – im Gegensatz zum Einzelfundament, wird in diesem Fall das Fundament unter das ganze Bauwerk gegossen und nicht nur unter die tragenden Flächen. Dies hat den Vorteil, dass das Haus auf einer stabilen Fläche steht und somit mehr Last pro m² einberechnet werden kann.

 

Prora – eine Anlage auf Rügen, deren Bau in den 30er Jahren unter Hitler begonnen wurde. Diese Anlage sollte als Kurstätte und Massenabfertigungsanlage für Soldaten benutzt werden. Dieser riesige Gebäudekomplex wurde nie wirklich fertiggestellt. Vor kurzem investierte eine Immobilienfirma, die nun daraus ein Wohnhotel bauen will. Bis heut ist ca. ein Drittel des Gebäudes fertiggestellt worden.

 

Pumpbeton – eine geschmeidigere Variante handelsüblichen Betons, die dem Bauwerk über Schläuche zugefügt wird.

 

Q

 

Quarz – ein sehr hartes Mineral aus dem Quarzsand gewonnen wird. Dieser wird zur Herstellung von Glas verwendet. Der Sand wird unter anderem für die Herstellung von Putz und Spachtelmasse verwendet.

 

R

 

Rampe – eine schräge Fläche, die statt einer Treppe aufgebaut werden kann. Dieses Konstrukt eignet sich besonders für Rollstuhlfahrer, Fahrradfahrer und Mütter mit Kinderwägen.

Rapport – eine stetige Wiederholung eines Musters auf einem Untergrund (beispielsweise einer Tapete).

 

Raumplaner – heutzutage gibt es zahlreiche 3D Onlineplaner, mit denen man sein Heim vorplanen kann. Diese ersetzen selbstverständlich keinen Architekten, liefern aber Anhaltspunkte, wie die Wünsche des Bauherren aussehen. Dies könnte dem Architekten später helfen, diese konkreten Wünsche umzusetzen.

 

Regenrinne – siehe Dachrinne.

 

Regenwasseranlage – eine Anlage, die das vom Dach abfließende Regenwasser auffängt. Dieses kann dann weiterbenutzt werden.

 

Regenwassernutzung – eine Bezeichnung für die Nutzung des vom Dach abfließenden Regenwassers.

 

Reihenhaus – ein Reihenhaus ist ein Teil eines Hauskomplexes, welcher aus mindestens drei Häusern besteht. Diese Häuser teilen sich immer jeweils eine Wand.

 

Rigole – ein Graben, welcher am Haus entlang verläuft. Durch diesen Entwässerungsgraben wird das Oberflächenwasser abgeleitet. Eine Rigole wird meistens U-förmig aus Betonteilen gebaut.

 

Rissbildung – Risse im Mauerwerk sind ein ernstzunehmendes Problem, welches beispielsweise durch das Absacken des Baugrunds oder durch ein vom Oberflächenwasser unterspültes Fundament entstehen kann.

 

Rollladen – ein Sicht- und Hitzeschutz, der auf der Innenseite an Fenster und Türen angebracht wird. Falls man die Sicht wieder schaffen möchte, rollt man den Rollladen einfach wieder auf.

 

S

 

Sakristei – ein kleiner Kirchennebenraum, in welchem unterschiedliche kirchliche Geräte aufbewahrt werden.

 

Sanierung – das instand bringen eines Gebäudes. In diesem Fall sind meistens weitgehende Renovierungsarbeiten gemeint.

 

Schalldämmung – die Reduzierung des Schalls durch reflektierende Dämmstoffe.

 

Schallschutzfenster – Fenster, die extra aufbereitet wurden und den Lärm zu einem großen Teil absorbieren, anstatt ihn ins Innere eines Gebäudes zu leiten. Diese Art von Fenstern eignet sich besonders für Bauwerke, die an Straßen oder in lautstarken Gegenden liegen.

 

Schiefer – ein Naturgestein, welches unter anderem als äußerste Schicht des Daches verbaut wird.

 

Schlafzimmer – liegen meistens im ruhigen Bereich und möglichst nicht direkt am Eingang. Vorzugsweise liegen die Kinderzimmer direkt nebenan, sodass besser auf die Sicherheit der Kinder geachtet werden kann.

 

Schlüsselfertiges Haus – bei dieser Ausbaustufe handelt es sich um das finale Ergebnis. In diesem Fall können die zukünftigen Eigentümer das Haus sofort beziehen, weil alle Arbeiten bereits abgeschlossen sind. Dies ist die teuerste, aber auch die zeitsparendste und sicherste Ausbauvariante.

 

Schornstein – ein Schacht, welcher Abgase aus Feuerstellen aus dem Inneren von Gebäuden leitet. Aufgrund baulicher Bestimmungen müssen Schornsteine mindestens einen Meter aus dem Dach herausragen.

 

Selbstbauhaus – in diesem Fall wird das Haus gänzlich in Eigenregie gebaut. Bei dieser Methode spart man sich zwar einen großen Teil der Kosten, aber man muss sehr viel Zeit in den Bau investieren. Zudem muss man über fundierte Kenntnisse auf dem Gebiet verfügen, um gewährleisten zu können, dass die die baulichen und technischen Arbeiten richtig verrichtet werden, der Grundrissplan umsetzbar ist und zahlreiche weiteren Faktoren.

 

Senkrechtmarkise – eine parallel zum Fenster verlaufende Markise, die meistens elektrisch ein- und ausgefahren wird.

 

Sicherheitsglas – ein spezielles Glas, welches weniger splittert und eine viel höhere Festigkeit aufweist.

 

Solaranlage – siehe Photovoltaikanlage.

 

Solararchitektur – ein Haus, welches so geplant und gebaut wird, dass es die Sonnenenergie bestmöglich ausnutzen kann. Wesentliche Merkmale von Solararchitektur sind die südliche Ausrichtung des Hauses, eine gute Wärmedämmung und die Anbringung von Solarzellen.

 

Solarzellen – Teile der Solaranlage, die Lichtenergie ohne Umschweifende Maßnahmen in Wärmeenergie umwandeln, welche gespeichert und später wieder abgerufen werden kann.

 

Spannbeton – ist ein Stahlbeton, welcher große Belastungen aushalten muss. Er wird beispielsweise beim Brückenbau verwendet.

 

Stadthaus – ist ein Reihenhaus mitten in der Stadt, das sich trotz der dichten Bauweise und der meist kleinen Grundstücke durch eine relativ hohe Privatsphäre auszeichnet.

 

T

 

Terrasse – eine ebene waagerechte Fläche, die sich vor, hinter oder auf einem Gebäude befindet und die Wohnfläche erweitert.

 

Tiefgarage – eine Garage, die sich mindestens 1,5 Meter unter der Erdoberfläche befindet.

 

Tragende Konstruktion – sie hat die Aufgabe, den Baugrund zu stemmen und Lasten anzuheben. Sie wird verwendet, um die Decke und die Wände optimal zu stützen.

 

Tragende Wände – haben die Funktion, die oberen Geschosse bzw. die Decke zu tragen. Tragende Wände dürfen nicht eingerissen werden.

 

Treppe – eine Konstruktion, die aus mindestens drei Stufen besteht und Ebenen auf unterschiedlichen Höhen miteinander verbindet.

 

Tür – eine Abdeckung eines meist rechteckigen Durchgangs in einer Wand. Türen gibt es in unterschiedlichen Ausführungen wie beispielsweise einflüglige, zweiflüglige Türen, Drehtüren und Schiebetüren.

 

 

 

U

 

Umgebungslicht – eine Lichtquelle, die gleichmäßig die umliegende Umgebung beleuchtet.

 

Unterspannbahn – ist ein Material aus diffusionsoffenem Kunststoff, welches zur Wärmedämmung verwendet wird.

 

V

 

Verblender – Mauerziegel, welche witterungsbeständig und frostfest sind.

 

Verstädterung – ist ein modernes soziales Gesellschaftsproblem. Es beschäftigt sich damit, dass die jüngere Generation vom Land in die Städte zieht. Das hat zur Folge, dass bestimmte Berufszweige aussterben und die Population auf kleinere Flächen beschränkt ist.

 

Vollziegel – Ziegel, die entweder fast oder ganz aus Ton bestehen. Sie haben eine sehr gute Wärme- und Schallisolierung und sind sehr robust gegen unterschiedliche Witterungen.

 

Vorratsraum – dieser Raum befindet sich aus praktischen Gründen üblicherweise in der Nähe der Küche und ist entweder vom Flur oder von der Küche aus zugänglich.

 

Vorweggenehmigung – eine Genehmigung, die unter bestimmten Voraussetzungen beim Bauamt im Voraus eingeholt werden kann.

 

W

 

Wandheizung – eine Heizung, die in Form von Rohren in der Wand verbaut ist. Da in diesem Fall die Wärme viel besser im Raum verteilt wird, wird diese Art von Heizungen (ebenso wie bei Bodenheizungen) als viel angenehmer empfunden.

 

Wärmedämmung – Verhindern der Entweichung von Wärme aus dem Gebäude. Diese Wärmedämmung kann sehr gut durch Lufteinschlüsse erreicht werden, wobei gilt: Je mehr Lufteinschlüsse vorhanden sind, desto besser ist die Wärmedämmung.

 

Waschbecken – ein meist keramisches Becken, welches im Bad als Waschstelle benutzt wird.

 

Wasserzähler – ein Messinstrument, welches an die internen Rohrleitungen angebracht und mit diesen verbunden ist. Dieses Gerät wird zur Bestimmung des Wasserverbrauchs eingesetzt.

 

Wendeltreppe – eine Treppe, die spiralförmig um die eigene Achse verläuft. Diese Treppenart wird bevorzugt in kleinen Häusern und in Maisonettewohnungen eingebaut, da sie sehr platzsparend und günstig ist.

 

Wintergarten – eine lichtdurchlässige Wohnerweiterung, die meistens an das Wohnzimmer angebaut wird.

 

Wohnbereich – dieser sollte direkt vom Flur erreichbar sein. Es ist meist das größte Zimmer des Hauses und der Hauptaufenthaltsbereich sämtlicher Familienmitglieder. Falls ein Balkon, Garten oder eine Terrasse vorhanden sind, sollten diese vorzugsweise vom Wohnzimmer aus erreichbar sein.

 

Z

 

Zement – ist ein wichtiges Baumaterial und ein Bindemittel, welches an der Luft und sogar unter Wasser trocknet und hart wird. Zement wird meistens in Putz und Beton verarbeitet.

 

Ziegel – Bauelemente, die aus Wasser und Ton oder Lehm geformt und bei ca. 100 ° im Ofen gebrannt werden. Die Ziegel werden in meist mit Sägemehl versetzt, welches später im Ofen verbrennt und Luftlöcher hinterlässt, die eine isolierende Wirkung haben.

 

Zwischensparrendämmung – eine nachträgliche Dämmung des Daches im Inneren des Hauses. 

 

 

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